Missionseinsatz in Rumänien

Zum dritten Mal konnten wir mit einer Gruppe von 16 Leuten  – Jung und alt – am 18. August für zwei Wochen in Richtung Barlad in Rumänien aufbrechen.

Den ersten Stopp machten wir in Budapest, wo wir herzlich bei einer Glaubensschwester, zum Frühstück empfangen wurden. Gegen Abend kehrten wir bei einer Familie in Cluj ein. Dort stieß noch ein deutscher Bruder zu uns,  der mit uns weiter fuhr. Unser nächstes Ziel war der Ort Roman. Dort besuchten wir am Sonntagmorgen die Gemeinde und durften mit den Geschwistern das Abendmahl feiern und auch einige Grußworte weitergeben.

Nach einem Mittagessen bei lieben Geschwistern fuhren wir weiter und kamen am Abend gegen 18.00 Uhr nach ca. 48 Stunden endlich in Barlad an.

 

Für 2 Tage machten wir einen Ausflug nach Cudalbi (ca. 80 km von Barlad entfernt), um dort Kinderstunden zu halten und Traktate zu verteilen.

Wir wurden von Jugendlichen  aus Galati erwartet, die uns beim Verteilen helfen wollten. Die Kinderstunde wurde von ca. 20 Kindern und 6 Erwachsenen besucht. Wir erzählten ihnen einige Kindergeschichten, sangen mit ihnen Lieder und hörten eine Predigt.

Danach besuchten wir noch die Gemeinderäume in Galati, – dort mussten nach einem Brand die Gruppenräume wieder neu aufgebaut werden. Wir wurden mit Kuchen und Getränken versorgt und gingen zur Gebetstunde. Die Jugend von Galati besuchte uns am Wochenende im Kinderheim, wo wir gemeinsam viel Zeit verbracht haben und auch viel voneinander gelernt haben.

 

Am 21.08. und 22.08. fuhren wir in das Dorf Untesti.

Untesti liegt etwas außerhalb von Bârlad und die Menschen dort sind sehr arm. In den vergangenen Jahren wurden dort schon mehrere Missionseinsätze durchgeführt, wodurch eine kleine Gemeinde entstanden ist.

Am Donnerstag hörten etwa 20 Kinder die Geschichte aus Lukas 8,22-25, in der Jesus und seine Jünger in Seenot gerieten und Jesus den Sturm stillte. Die Lieder waren den Kindern teilweise noch aus den letzten Jahren bekannt.  Am Ende ermunterten wir sie, am nächsten Tag ihre Freunde mitzubringen. Und tatsächlich: am Freitag warteten ca. 60 Kinder und 20 Erwachsene auf uns. Auch ihnen erzählten wir Bibel-Geschichten und sangen Lieder. Zum Schluss bekamen die Kinder Kappen und eine Menge Traktate geschenkt.

 

Während unserer Zeit in Barlad hörten wir von einer achtköpfigen Familie,  die in diesem Dorf (Untesti) wohnen.

Diese „Familie“ besteht aus einem Vater mit sieben Kindern, drei Mädchen und vier Jungen im Alter zwischen 2 und 18 Jahren. Der älteste Sohn leidet an einer geistigen Behinderung und eine der Töchter hat  Probleme mit den Augen, weshalb sie stark schielt.

Wenn man die „Behausung“  dieser Familie sieht, kann man nur dankbar werden für alles, was Gott uns schenkt. Sie haben zwar ein Dach über dem Kopf, doch das Haus gehört ihnen nicht. An Möbeln gab es nur vier Betten, ein kleines Schränkchen und eine Kochstelle. Gegessen wurde auf dem Boden und eine vernünftige Möglichkeit zum Waschen gab es nicht.

An zwei Tagen fuhren wir also zu dieser Familie in Untesti. Bei unserem ersten Besuch brachten wir Lebensmittel, Decken, Töpfe, Geschirr, Spielzeug für die jüngeren Kinder  und noch einige andere Dinge mit. Wir verbrachten noch etwas Zeit dort und lasen aus der Bibel vor.  Für den darauffolgenden Sonntag luden wir Sie in die Gemeinde nach Barlad ein, wo das 25- jährige Jubiläum gefeiert werden sollte. Zu unserer Freude kamen die drei Mädchen und einer der Jungen sogar vorbei – das war echt schön.

Einige Tage später fuhren wir ein weiteres Mal zu der Familie. Diesmal waren die Busse beladen mit vier Betten, einem Schrank, einem Tisch, Matratzen und sogar einer Dusche, die wir dort aufbauen wollten. Mit dem Wasser aus einem Brunnen, der sich gegenüber befand, funktionierte  sie sogar.

Auf den Einsätzen in Rumänien erlebt man immer wieder prägende Dinge, vor allem auch Gottes unfassbare Unterstützung, darum werde ich die Freude dieser Familie über unsere Hilfe nie wieder vergessen.

 

Am Sonntag, den 24.08.2014, wurde in der Gemeinde in Barlad das  25-jährige Bestehen der Gemeinde gefeiert. Zuerst war der Ablauf wie sonst, dann  wurde bis zum Mittagessen von besonderen Ereignissen in den 25 Jahren berichtet, gesungen, gebetet und Dias gezeigt. Nach dem Mittagessen war bis 18.00 Uhr Pause und dann ging es mit weiteren Vorträgen und Predigten von verschiedenen Brüdern weiter. Um ca. 20.00 Uhr war die Feier zu Ende.

Am darauffolgenden Tag sind wir um 4.00 Uhr mit einem gemieteten Bus nach Voroneti aufgebrochen. Im Bus war genug Platz für alle Kinder des Kinderheims, einige Jugendliche aus der Gemeinde in Barlad, fünf Mitarbeitern des Heims und uns Deutsche. Die Fahrt dauerte ca. sechs Stunden und bevor wir zu unserem Reiseziel, einem christlichen Camp, kamen, haben wir noch einen Zwischenstopp eingelegt und uns ein orthodoxes Kloster angeschaut. Von dort waren es dann nur noch fünf Minuten bis zum Camp.

Dort angekommen, bezogen wir unsere Zimmer und aßen zu Mittag. Danach durften alle, die wollten einmal kostenlos Seilbahn fahren und einige von uns sind auch geritten. Ansonsten gab es genug andere Dinge, die man tun konnte, wie Fußball, Basketball oder Volleyball spielen oder einfach den fehlenden Schlaf der letzten Woche nachholen.

 

Am letzten Tag vor der Abreise haben die Mitarbeiter im Kinderheim ein Treffen für ehemalige Kinder und Mitarbeiter organisiert. Im Laufe der Jahre waren es ca. 100 Kinder,  die das Privileg hatten (oder haben) in und von Betania unterstützt, geprägt und  geformt zu werden. Wir durften erfahren, wie es ihnen geht, wo sie leben und wie sie mit Jesus unterwegs sind. Teilweise haben sie selbst schon Kinder.

An dieser  Stelle wollen wir ganz bewusst die Ehre dem Herrn Jesus geben, der von Anfang an TREU zu diesem Werk  gestanden ist.  Es gab und gibt immer wieder Zeiten der Prüfungen, der Not und Unsicherheit im Blick auf die Zukunft Betaniens. Immer wieder dürfen wir spüren, dass Gottes mächtige Hand über jedem ist, der in Betania lebt oder arbeitet. Jedoch braucht Betania weiterhin starke Gebetsunterstützung.

Wir laden Dich herzlichst ein, ein Beter zu werden. Falls Du gerne Informationen über bestimmte Gebetsanliegen oder Kinder haben möchtest, melde Dich bei uns (siehe Impressum). Wir würden uns sehr darüber freuen.

Durch die Gnade unseres Herrn Jesus durften wir die Führung, Bewahrung und Segnungen  Gottes erleben.