Weihnachtspäckchenaktion Moșna

Am 27. Dezember starteten wir mit 12 Jugendlichen und 2 Betreuern der Ev. Freikirche Wissen frühmorgens in Richtung Rumänien.

Mit dabei waren auch 2 jeweils vierköpfige Familien aus Weitefeld, insgesamt also 22 Personen. Ziel war Moșna, wo wir unter Leitund von Claudiu vom Kinderheim „Haus der Hoffnung“ mehrere Hundert Weihnachtspäckchen an bedürftige Kinder und Familien verteilen wollten. In dieser Konstellation war dies bereits der dritte Einsatz.

Bis nach Österreich lief die Fahrt reibungslos. Doch auf Höhe Neusiedl am See stoppte ein defektes Radlager an einem der VW-Busse die Kolonne. Nach kurzer Bewertung der Lage wurde entschieden, erst mal weiterzufahren und das defekte Fahrzeug später in Timișoara gegen einen anderen VW-Bus zu tauschen. Wie so oft wurde das weltweite christliche Netzwerk aktiviert – wir danken dem Herrn für die schnelle Lösung unserer Probleme.

Schon am nächsten Tag begann die Aktion: Geschenke mit Mützen, Süßigkeiten und Spielsachen fanden ihren Weg zu Familien in großer Armut. Besonders bewegend war der Besuch in einem Roma-Dorf: einfache Hütten ohne Strom, Kinder in T-Shirts bei der Kälte, doch voller Freude und mit leuchtenden Augen. „Wir konnten so vielen Kindern ein Lächeln schenken“, sagte eine Teilnehmerin.

In der Woche wurden 500 bis 1000 Pakete verteilt. Für viele Jugendliche war der Einsatz eine Lektion in Dankbarkeit und Mitgefühl. Neben der praktischen Hilfe gab es tägliche Bibelarbeiten, geprägt vom Thema: „Was sind unsere Begabungen – und wie können wir sie im Reich Gottes einsetzen?“ Die Gespräche und Gebete gaben der Reise Tiefe und machten deutlich, dass Glaube durch handeln sichtbar wird – wie es in Matthäus 7,24 heißt: „Wer meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baut.“

Besonders bereichernd war der Austausch mit Christen vor Ort. Wir haben hier eine enorme Hilfsbereitschaft bei diversen Problemen erlebt. Auch die Gastfreundlichkeit hat uns (wieder) sehr bewegt.

Als Gruppe schauen wir allerdings auch selbstkritisch darauf, was wir künftig besser machen können: Einstimmige Meinung war, dass die materielle Hilfe gut war, aber die Evangelisation deutlich mehr Raum einnehmen sollte.

Am 1. Januar machte sich die Gruppe auf den Heimweg. Müde, aber erfüllt und dankbar kehrten alle am 2. januar in den schönen Westerwald zurück – reich an Eindrücken, Begegnungen und Glaubenserfahrungen.