Neubau in Șelimbăr (Schellenberg)

Bau eines deutschen christlichen Kindergartens und einer Grundschule in Schellenberg, Rumänien

Nach sechs Jahren, in denen der christliche Kindergarten in den Räumlichkeiten der Ortsgemeinde Maranata in Schellenberg stattfindet, sehen wir uns gezwungen, einen Neubau zu errichten. Der Grund dafür liegt in der fehlenden Feuerabnahme des Kindergartens sowie der großen Nachfrage, die uns dazu motiviert, eigene Räumlichkeiten zu schaffen. ermutigt durch die versprochenen Fördermittel der EU, haben wir bereits die Pläne entwickelt und die Baugenehmigung bekommen.

Im Februar 2024 entschieden wir uns jedoch, das Projekt ohne Fördermittel der EU und ohne eine “menschliche Bindung” zu starten! Wir möchten unser Vertrauen auf den Herrn setzen und den Missionsauftrag umsetzen, indem wir den Bedürfnissen unserer Mitmenschen begegnen. Der christliche deutsche Kindergarten versteht sich als Brücke zwischen den rumänischen Menschen vor Ort und der rumänischen Brüdergemeinde.

Das biblische Motto lautet: „Erziehe den Knaben in seiner Jugendzeit, und wenn er alt wird, wird er den Weg nicht verlassen“ (Sprüche 22,6). Wir bauen für die nächste Generation – ein Kindergarten mit drei Gruppen für je 20 Kinder sowie eine Grundschule (Klassen 0 bis 4) mit maximal 100 Schülern. Durch diese Arbeit möchten wir den Kindern und ihren Eltern auch christliche Werte vermitteln und den Glauben nahebringen.

Projektträger: Eine Stiftung ist der Träger dieses Projektes. Wir bauen auf einer Grundfläche von 450 m² und unterkellern das Gebäude. Das Bauvorhaben wird zweigeschossig ausgeführt. Dabei müssen wir strenge Normen im Bereich Brandschutz, Sanitäreinrichtungen und Zivilschutz erfüllen. Was als europäisches Pilotprojekt für Rumänien gelten sollte, bauen wir jetzt im Vertrauen auf Gott und wünschen, dass Er sich verherrlicht.

Im Frühling 2024 erhielten wir einen gebrauchten Bagger, dessen Reparatur wir im Juli abgeschlossen haben. Wir begannen, die ersten 1000 m³ Erde zu entfernen. Bei einer Tiefe von 2,4 Metern stießen wir auf unterirdische Quellen, was unsere Bauarbeiten zunächst stoppte. Die Firma, die bereit war das Projekt durchzuführen, zog sich daraufhin zurück. Im Oktober 2024 setzten wir die Arbeit jedoch mit einer neuen Firma fort. Wir planen, das Erdgeschoss bis Ende des Jahres 2024 fertigzustellen, sodass wir im Januar 2025 mit dem Bau des Obergeschosses weitermachen können. Bis Ostern 2025 wollen wir den Rohbau abschließen.

Wir staunen über das Projekt und erleben es, wie über den Bau des Tempels zur Zeit des Propheten Haggai berichtet wird. In Haggai 1,5-6 heißt es: „Achtet doch aufmerksam auf eure Wege!“ Der Herr hat uns Mut gemacht und uns klar gemacht, dass wir dieses Projekt trotz aller Herausforderungen weiterführen sollen. Wie es in Haggai 2,8 steht: „Mein ist das Silber und mein ist das Gold“, alles, was im Willen des Herrn geschieht, wird er auch finanzieren.

Wir möchten einige Zeugnisse teilen: Ein Glaubensbruder aus Rumänien spendete uns den notwendigen Betrag, um den Keller auszubaggern und den Transport zu bezahlen. Es handelte sich dabei um insgesamt 300 Tonnen Erde. Ein 89-jähriger Mann kam im Februar 2024 zum lebendigen Glauben an Jesus Christus. Aus Dankbarkeit für die Erlösung wollte er etwas für die Kinder in Rumänien tun und spendete uns Geld. Eine Versammlung, die selbst ein Bauprojekt hat, stellte uns ein größeres zinsloses Darlehen über fünf Jahre zur Verfügung. Auch eine private Person ermutigte uns weiterzubauen, indem sie uns mit einem größeren Darlehen unterstützt.

Wir dürfen mit Freude sagen: Unsere Verlegenheit ist Gottes Gelegenheit. Wir sind dankbar für jede Unterstützung und setzen darauf, dass Gott dieses Projekt zum Guten führt.

Herzliche Grüße,
Edi und das Team